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KÖRPER & SEELE
Wechseljahre

Der Wechsel bei Frauen – Das Klimakterium
Der Wechsel bei Männern - Das "Klimakterium virile"

Der Wechsel bei Frauen – Das Klimakterium

Der Wechsel ist wie die Pubertät ein Zeitraum der innerlichen und äußerlichen Veränderungen im menschlichen Körper, der im Alter von ungefähr 45 bis 55 Jahren auftritt.

Im Klimakterium kommt es bei der Frau zur Rückbildung der Eierstöcke. Zuerst sinkt durch Hormondrüsen im Inneren des Körpers die Produktion des Gelbkörperhormons Gestagen, einige Jahre später wird auch die Freisetzung des Sexualhormons Östrogen reduziert, schließlich werden beide Hormone nicht mehr hergestellt. Dabei schrumpft das Gewebe der inneren Geschlechtsorgane, die Menstruation wird unregelmäßiger und bleibt letztendlich ganz aus – nach ungefähr 400 Regelblutungen ist "frau" nun nicht mehr fruchtbar; es kann also innerhalb der Gebärmutter kein Kind mehr entstehen, da es zu keinem Eisprung mehr kommt. Mehr Informationen dazu: Die erste Regel

Die letzte Monatsblutung einer Frau nennt man Menopause, die drei Jahre des Übergangs davor nennt man Prä-Menopause, die sieben Jahre danach Post-Menopause. Während dieser Umstellungsphase können bei vielen Frauen die unterschiedlichsten Beschwerden auftreten, die mit der Veränderung des Hormonhaushaltes und natürlich auch mit den körperlichen Veränderungen mit fortschreitendem Alter zusammenhängen. Es ist also nicht nur die Pubertät eine turbulente Zeit mit Hochs und Tiefs – auch bei euren Eltern, Großeltern und bei euch selbst in 30, 40 herausfordernden und entwicklungsreichen Jahren in der Zukunft tut sich noch so einiges!


Der Wechsel bei Männern - Das "Klimakterium virile"

Lange war es umstritten, aber heute ist klar, dass auch Männer in den Wechsel kommen, der so einiges bewirken kann: Es gibt zwar nicht den plötzlichen Wechsel im Hormonhaushalt wie bei Frauen (Erklärungen dazu siehe weiter oben!), sondern eher einen schleichenden Mangel an Hormonen.

Etwa ab dem 40. Lebensjahr produzieren die Hoden pro Jahr ca. 1 % weniger vom männlichen Sexualhormon Testosteron (das in kleineren Mengen übrigens auch Frauen in sich tragen – wie auch Männer in kleineren Mengen das weibliche Geschlechtshormon Östrogen im Körper haben). Auch andere Hormone sind mit der Zeit des Wechsels in einer niedrigeren Dosis im Körper zu finden.

Dem Testosteron wird die Förderung von Lust auf Sex, aktive Taten, Muskel- und Knochenaufbau, Hautspannkraft, Haarfarbe und viele andere Körperfunktionen zugeschrieben. Durch eine geringere Abgabe von Testosteron und anderen Hormonen aus den unterschiedlichen Hormondrüsen im Körper treten allmähliche Symptome wie Müdigkeit und Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwäche, geringere sportliche Ausdauer und vermehrte Fetteinlagerung im Körpergewebe (meistens im Bauchbereich) auf.

In dieser Zeit der Umstellungen gibt es auch für Männer in den Wechseljahren unterschiedlichste (z.B. medizinische oder psychologische) Behandlungsmethoden, um den auftretenden Beschwerden entgegenzuwirken und das Leben weiterhin lust- und sinnvoll gestalten zu können.

 
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