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Wer? Wann?
Wie?
Was passiert beim ersten Besuch?
Was passiert bei der Untersuchung?
Welche Fragen könntest du stellen?
Wer? Wann? Wie?
So wie es eine/n Frauenarzt/ärztin oder Gynäkologen/Gynäkologin
für die Untersuchung der äußeren und inneren Geschlechtsorgane
bei Frauen gibt, gibt es auch einen Facharzt für Männer, der
die männlichen Geschlechtsorgane untersucht. Dies ist der Urologe,
oder auch der Hautarzt (Dermatologe). (Wenn im folgenden Text –
der Einfachheit halber - vom Urologen bzw. Hautarzt die
Rede ist, so ist selbstverständlich immer auch die weibliche Form
gemeint!)
Es gibt kein bestimmtes Alter, ab wann ein Bursche
oder ein Mann zum Urologen gehen sollte. Auf jeden Fall solltest du einen
Arzt aufsuchen, wenn du Beschwerden an deinem Penis, an deinen Hoden oder
auch an deinem Po hast, wie z.B. Rötungen, Schwellungen, Bläschen,
Brennen beim Wasserlassen, Juckreiz, usw., oder bei Fragen aller Art zu
Aussehen und Form deiner Genitalien.
Wenn du nicht willst, dass deine Eltern von diesem
Arztbesuch wissen, kannst du dir vom praktischen Arzt (Hausarzt) eine
Überweisung zum Facharzt geben lassen und nur deinen
Hausarzt ins Vertrauen ziehen.
Was passiert beim ersten Besuch?
Wahrscheinlich wirst du von der Sprechstundenhilfe
ersucht, etwas Urin in einen kleinen Becher zu lassen. Dein erster Weg
führt also vermutlich auf die Toilette. Den Becher gibst du dann
wieder bei der Ordinationshilfe ab, die eine Laborauswertung veranlassen
wird (Bakterien, Keime, Blut, etc.). Diese findet in der Ordination statt
und ist nach wenigen Minuten abgeschlossen.
Danach kommst du zu einem persönlichen Gespräch
mit deinem Urologen oder Hautarzt. Selbstverständlich kannst du auch
einen guten Freund oder Elternteil mitnehmen, falls du das möchtest.
Der Arzt wird dir folgende Fragen
stellen:
• Welche Beschwerden hast du und seit wann?
• Falls deine Beschwerden auf eine Geschlechtskrankheit hindeuten
– hattest du schon Geschlechtsverkehr?
Der Arzt unterliegt der ärztlichen Verschwiegenheitspflicht,
auch deinen Eltern gegenüber!
Was passiert bei der Untersuchung?
Dein Arzt wird dich bitten, deine Hose und Unterhose
in einer Umkleidekabine auszuziehen.
Mit Plastikhandschuhen wird er deinen Penis
und deine Hoden vorsichtig abtasten und untersuchen,
ob Rötungen, Bläschen o.ä. sichtbar sind, und ob Schwellungen
oder Erhebungen spürbar sind. Er wird auch deine Vorhaut
etwas zurückziehen, um deine Eichel besser untersuchen
zu können. Eventuell nimmt er ein Wattestäbchen und führt
es über deine Eichel, um Erreger aufzunehmen, die danach unter dem
Mikroskop untersucht werden.
Manchmal untersucht der Arzt auch die Prostata. Für
die meisten Männer ist das etwas unangenehm, da die Prostata im Inneren
des Körpers liegt. Dein Arzt führt bei dieser Untersuchung einen
Finger in deinen After ein (ca. 3-4 cm), um deine Prostata von innen spüren
zu können. Du kannst beruhigt sein - da er dabei einen Plastikhandschuh
mit Vaseline (Creme) nimmt, ist dieser Vorgang schmerzfrei - du spürst
es kaum. Du hast natürlich auch das Recht, auf diesen Teil der Untersuchung
zu verzichten. Manche Ärzte fragen dich auch vorher, ob du eine Prostatauntersuchung
möchtest.
Schon während der körperlichen Untersuchung
liegen die Auswertungen der Urinuntersuchung vor - für gewöhnlich
weiß dein Arzt dann bereits, was der Grund für deine Beschwerden
ist. Er wird dir auch sagen, woher du wahrscheinlich die Krankheit oder
die Beschwerden hast, ob du damit sexuellen Kontakt haben kannst, und
ob Ansteckungsgefahr besteht. Es könnte sein, dass du Medikamente
verschrieben bekommst, und einen Kontrolltermin ausmachen sollst.
Welche Fragen könntest du stellen?
• Woher könnte ich diese Krankheit
bekommen haben?
• Ist die Krankheit ansteckend - wenn ja, wie?
• Darf ich sexuelle Kontakte haben - wenn nein, wie lange nicht?
• Wie erkenne ich, wann ich wieder sexuelle Kontakte haben kann,
ohne jemanden dabei anzustecken?
• Wie kann ich mich vor einer solchen Krankheit in Zukunft schützen?
Scheue dich nicht, einfach Fragen zu stellen,
die dich beschäftigen!
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