| Erlaubt ist, was gefällt!
Alles ist normal, natürlich, okay, gesund und ungefährlich!
Onanieren, Masturbieren, Wichsen, Fingern…
Diese und viele andere Wörter werden verwendet,
wenn davon gesprochen wird, dass sich jemand mit den eigenen Händen,
Gedanken und Phantasien sexuell erregt und sich selbst genießt.
Schon als Kleinkinder erforschen wir unseren Körper
und entdecken dabei Bereiche, die uns mehr oder weniger
erregen, uns gut tun und sich angenehm anfühlen. Glied und Hoden
bei Burschen, Klitoris, Venuslippen/Schamlippen und Scheidenöffnung
bei Mädchen, Damm (Bereich zwischen After und Hoden bzw. Venuslippen)
und After bei beiden Geschlechtern sind Körperregionen,
die zu den besonders erogenen
Zonen gehören.
Penis, Kitzler & Co. gelten
jedoch in unserer Gesellschaft als Tabu, also eine Sache, über die
in der Öffentlichkeit nicht viel, nur mit vorgehaltener Hand, oder
gar nicht geredet wird. In unserer Kultur dürfen in Gegenwart anderer
die Geschlechtsteile nicht so selbstverständlich von einem selbst
berührt werden wie Nase, Ohren oder Füße.
Daher unser Tipp: Suche dir ein
Plätzchen, an dem du ungestört bist für dein Treffen mit
der Lust auf dich selbst!
Erlaubt ist, was gefällt!
Sich selbst aufregende Momente
zu bereiten, bei denen es auch zu sexuellen Höhepunkten kommen kann
(aber nicht muss), fängt nicht erst bei der Berührung des eigenen
Intimbereichs an. Steile Phantasien, romantische Tagträume,
Annehmlichkeiten genießen (ein entspannendes Vollbad,
ein leckeres Essen, ein toller Film, interessante Gespräche) –
das alles hat mit Selbstliebe zu tun. Man lernt sich
selbst besser kennen und findet heraus, was einem gut tut und was nicht.
Dieses Wissen um das Herausfinden der eigenen Bedürfnisse kann auch
in einer Partnerschaft von Vorteil sein!
Alles ist normal, natürlich,
okay, gesund und ungefährlich!
Vergesst alle Angst machenden Märchen und
Gschichten, die ihr rund um die Berührung des eigenen Körpers
schon gehört habt, schreibt uns, was euch zu Ohren gekommen ist oder
lacht einfach drüber!
Egal, ob Single oder in einer Beziehung, ob alt
oder jung – so lange keine Gegenstände dabei verwendet werden,
mit denen man sich verletzen kann, ist Selbstbefriedigung
immer okay! Bei vielen ist sie ein Bestandteil der gemeinsamen sexuellen
Praktiken. Andere wiederum teilen ihre eigene Intimität
nicht mit dem Partner und genießen ganz für sich selbst und
alleine das Erlebnis der Autoerotik oder Autosexualität,
wie die Selbstliebe hoch sexualwissenschaftlich bisweilen genannt wird.
Was dabei genau passiert, bestimmst du ganz allein.
Bei Mädchen kann u. a. der Kitzler steif und die
Scheide feuchter als sonst werden. Die Drüsen in der Harnröhre
können eine klare Flüssigkeit abgeben (= weiblicher Erguss).
Bei Burschen kann das Glied steif werden und Sperma aus
der Harn-Samen-Röhre kommen.
Egal, ob dazu Hände, Sexspielzeug oder Gedankenkraft
verwendet werden, ob alleine oder gemeinsam mit anderen - das Wichtigste
ist:
Entspann dich und fühl dich wohl
dabei!
Mach dir selbst keinen Leistungsdruck,
also keinen Stress! Es muss dabei nichts Besonderes passieren; nicht jedes
sexuelle Hochgefühl muss im Orgasmus enden! Das gilt übrigens
nicht nur für die Selbstbefriedigung, sondern auch für alle
sexuellen Begegnungen mit anderen Menschen!
Fühl dich frei und erkunde deine Vorlieben
an dir selbst nach Lust und Laune, so lange und so kurz, so zart und so
fest du es möchtest!
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