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Pubertät – Was ist das?
Jetzt ist alles anders!
Pubertät bei Mädchen
Pubertät bei Burschen
Pubertät – Was ist das?
Pubertät wird die Zeitspanne
des Erwachsenwerdens und der Geschlechtsreife genannt. Sie setzt bei Mädchen
etwa zwischen dem 8. und 14. Lebensjahr ein, bei Burschen
beginnt sie im Schnitt ein Jahr später. Abgeschlossen
ist die Pubertät mit ca. 16 oder 17 Jahren.
Jetzt ist alles anders!
Die Geschlechtshormone, die in
der Pubertät ihre Arbeit aufnehmen, bringen zunächst einmal
vieles durcheinander. Vielleicht bekommst du plötzlich dicke Pickel
oder du schwitzt sehr stark. Auch deine Gefühle können Achterbahn
fahren. Mal ist dir zum Heulen - und gleich anschließend könntest
du nur noch lachen!
Die ersten Veränderungen
finden im Inneren des Körpers statt: In der Hirnanhangsdrüse
(im Gehirn) wird die Produktion der Wachstumshormone
und der Sexualhormone gesteuert.
Pubertät bei Mädchen
Die Hormone arbeiten auf Hochtouren
und beginnen den Körper sowohl äußerlich als auch innerlich
zu verändern. Zuerst beginnt sich die Brust zu verändern.
Die Brustwarzen werden größer, fester und dunkler; die Brüste
beginnen sich zu wölben. In der Brust befinden sich Milchdrüsen,
die zu ihrem Schutz von einem Fettgewebe zugedeckt sind.
Der Wuchs der Intim- und Achselbehaarung
setzt langsam ein, zuerst flaumweiche Härchen, nach einer Weile beginnen
sie sich zu kräuseln und werden kräftiger. Später werden
auch die Härchen auf den Beinen, manchmal auch im Gesicht oder auf
der Brust, dichter und dunkler.
Die Figur wird als Ganzes etwas
runder - vor allem an Po, Hüfte und Oberschenkeln sammelt sich von
Natur her Fettgewebe an. Der Körper wächst
stärker, Arme und Beine werden länger. Das Gesicht
nimmt erwachsenere Züge an.
Die Geschlechtsorgane - Eierstöcke,
Eileiter, Gebärmutter, Scheide mit Scheidenausgang, Harnöffnung,
Venuslippen und Klitoris (Kitzler) - beginnen zu wachsen und zu reifen.
Bei den meisten Mädchen beginnen die Eierstöcke
schon vor dem 10. Geburtstag mit der Produktion von Sexualhormonen. Diese
Zeit nennt man auch Vorpubertät.
In der Pubertät setzt die erste
Regel ein, der zuvor der erste Eisprung vorausgeht.

Pubertät bei Burschen
Auch bei den Jungs bewirken die Hormone
den Einsatz der Pubertät. Für gewöhnlich beginnt die Pubertät
bei den Burschen etwas später als bei den Mädels.
Vieles verläuft ähnlich: Gemütsveränderungen, Stimmungswechsel,
Gefühle und Empfindungen wechseln ständig - das Leben fühlt
sich anders an!
Die inneren Sexualorgane sind
bereits von Geburt an vorhanden: Prostata (=Vorsteherdrüse), Samenleiter
und Hoden.
Zuerst beginnen meist die Hoden
zu wachsen, etwas später die Intim- und Achselbehaarung
in der Gegend des Gliedes und der Hoden. Zuerst flauschigweich, danach
beginnt sich die Intimbehaarung zu kräuseln und wird kräftiger.
Auch die Körperbehaarung an der Brust und oft auch
an Armen und Beinen beginnt dichter und dunkler zu werden. Im Gesicht
sprießt nun der erste Bartflaum.
Der so genannte Stimmbruch setzt
ein - die Stimmbänder wachsen, die Stimme klingt von Zeit zu Zeit
mal dunkler und mal heller. Der Kehlkopf wächst
und wird größer. Diese Entwicklung ist jedoch nicht von einem
Tag zum anderen abgeschlossen! Deshalb hört sich in dieser Entwicklungsstufe
die Stimme sehr unterschiedlich an, bis sie zuletzt eine
Tonlage gefunden hat.
Der Körper bildet bestimmte Geschlechtshormone
aus, die in den Hoden die Samenzellen, auch Spermien
genannt, heranreifen lassen. In der Pubertät kommt es zu den ersten
Samenergüssen. Dabei spritzt eine weißliche
Flüssigkeit aus dem Glied, die Spermien enthält. Häufig
geschehen diese Samenergüsse nachts, ohne dass man(n) es merkt oder
steuern kann.
Das Wachstum setzt ebenfalls
stärker ein. Der Körper beginnt sich äußerlich
zu verändern: Arme und Beine werden länger, die Füße
größer, Brust und Schultern breiter.
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